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Im Gespräch mit Lucas Duelund Meier

Internationaler Frauentag – ein Anlass und eine Erinnerung.

Perspektiven verändern sich, wenn unterschiedliche Erfahrungen Teil des Gesprächs werden.

Mit Lucas Duelund Meier führte uns der Dialog durch Themen wie Gesundheitssysteme, queere Sichtbarkeit und die stille Frage nach der eigenen Herkunft. Seine Antworten verbinden strukturellen Wandel mit etwas zutiefst Persönlichem: der Suche nach kulturellen Wurzeln und den Frauen, die vor uns kamen.

Es wurde ein Gespräch über Anerkennung – in der Gesellschaft, in Institutionen und in uns selbst.

Wenn Sie ein System neu gestalten könnten, um das Leben von Frauen zu verbessern – welches wäre das und warum?

Im Gesundheitssystem sollte die Forschung den Körpern und den Zyklen von Frauen deutlich mehr Aufmerksamkeit widmen, damit unser Wissen nicht überwiegend auf dem männlichen Körper basiert.

Darüber hinaus würde ich dafür sorgen, dass trans Frauen sowohl im Gesundheitssystem als auch in der Gesellschaft insgesamt leichter Anerkennung und Sichtbarkeit erfahren.




Mit welcher Frau – aus der Vergangenheit oder der Gegenwart – würden Sie am liebsten bei einem Dinner zusammensitzen und warum?

Mit meiner grönländischen Großmutter, die ich nie kennenlernen durfte.

Mein Vater wurde am Tag seiner Geburt von einer dänischen Familie adoptiert. Für mich war diese Adoption immer auch mit einem Gefühl des Verlustes verbunden.

Mit dem Verlust einer Verbindung zu den Frauen vor mir und zu der Inuit-Kultur, aus der ich stamme.

Wo erleben Sie echten Fortschritt – und wo bleibt er bloße Inszenierung?

Ein Bereich, in dem ich echten Fortschritt sehe, ist das Einverständnisgesetz.

Auch wenn es weiterhin Schwächen gibt und Betroffene sexualisierter Gewalt nach wie vor vor großen Herausforderungen stehen, wenn sie ihre Fälle zur Anzeige bringen, ist das Einverständnisgesetz ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Im Gegensatz dazu empfinde ich die Kommerzialisierung der Regenbogenflagge innerhalb der queeren Bewegung – das sogenannte Rainbow Washing – als eine eher performative Form von „Fortschritt“.

 

 

 


Lucas' Lieblingsstücke von KINRADEN

 







DORIC SMALL EARRING

ELECTRA NECKLACE LARGE

THE GASP SMALL EARRING

 


Im Verlauf des Gesprächs kehrte ein Gedanke immer wieder zurück: der Wunsch nach Anerkennung. Anerkennung im Gesundheitssystem. Anerkennung im Recht. Anerkennung von Identitäten, die historisch allzu oft unsichtbar geblieben sind.

Wie Lucas beschreibt, ist Fortschritt nur selten vollkommen – und dennoch sind bestimmte Schritte von großer Bedeutung.

In den kommenden Tagen werden wir weitere Gespräche aus unserer Reihe veröffentlichen. Besuchen Sie in dieser Woche täglich unser Journal und entdecken Sie die nächste Perspektive.

With Love,
KINRADEN