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Im Gespräch mit Janne Villadsen

Internationaler Frauentag – ein Anlass und eine Erinnerung.

Mancher Fortschritt entsteht durch politische Entscheidungen. Anderer beginnt mit Eigeninitiative. Als wir Janne Villadsen in unserem Flagship Store in der Møntergade trafen, lenkte sich das Gespräch schnell auf die Frage des Handelns – und auf den Unterschied zwischen strukturellem Wandel und symbolischen Gesten.

Als Direktorin des Nørrebro Teater bewegt sie sich an einem Ort, an dem Kultur, Führung und öffentlicher Diskurs untrennbar miteinander verbunden sind. Ihre Gedanken führen immer wieder zu einem einfachen Grundsatz zurück: Wirkliche Veränderung wartet nur selten auf Erlaubnis.

Wo erleben Sie echten Fortschritt – und wo bleibt er bloße Inszenierung?

Echten Fortschritt sehe ich dort, wo Unternehmen, Organisationen und Institutionen Gleichstellung aktiv vorantreiben und nicht darauf warten, dass gesetzliche Vorgaben die Richtung vorgeben.
Meiner Erfahrung nach entstehen genau durch dieses proaktive Handeln die besten Ergebnisse. Oft deshalb, weil sich die Distanz zwischen den Entscheidungsträgern und denjenigen, die von den Entscheidungen betroffen sind, verkürzt. Daraus entstehen nicht nur neue Gespräche und neue Strukturen, sondern nachweislich auch mehr Gleichberechtigung.



Wenn Sie ein System neu gestalten könnten, um das Leben von Frauen zu verbessern – welches wäre das und warum?

Wenn alle Frauen freien Zugang zu Verhütungsmitteln hätten, bin ich überzeugt, dass die Welt eine andere wäre. Es würde Frauen mehr Kontrolle über ihr eigenes Leben geben, Einkommensunterschiede verringern und gesundheitliche Risiken für Frauen reduzieren.


Ein solches Recht ist ein Privileg, das noch immer viel zu wenigen Frauen offensteht.

Mit welcher Frau – aus der Vergangenheit oder der Gegenwart – würden Sie am liebsten bei einem Dinner zusammensitzen und warum?

Mit einer Frau, die gleichermaßen zuhören kann und ihre Stimme erhebt. Ich unterhalte mich besonders gern mit Menschen, die einen anderen Blick auf die Welt haben als ich – und noch besser ist es, wenn sie dabei auch über sich selbst lachen können.


Wenn ich ehrlich bin, ist Zeit mit meinem Beruf und meiner Familie im Moment jedoch das, was mir am meisten fehlt. Deshalb würde ich genauso gerne einfach mit meinen engsten Freundinnen an einem Esstisch sitzen und endlich wieder Zeit für ein langes Gespräch haben – eines, das kein festes Ende kennt. Das wäre für mich ideal.

 

 

 


Jannes Lieblingsstücke von KINRADEN

 




DORIC SMALL EARRING

HERA BRACELET

DORIC SMALL EARRING

 


Im Gespräch mit Janne wurde uns erneut bewusst, dass Fortschritt nur selten auf einen Schlag entsteht. Er zeigt sich in kleinen Veränderungen – in der Art zu führen, in den Prioritäten, die wir setzen, und in der Bereitschaft zu handeln, noch bevor Veränderung zur Pflicht wird.

Unsere Gesprächsreihe wird im Laufe dieser Woche fortgesetzt. Wir laden Sie ein, täglich in unser Journal zurückzukehren und die nächste Perspektive zu entdecken.

With Love,
KINRADEN